Warum Du Social-Media-Kanäle für Marketingzwecke nutzen solltest, haben wir Dir im öffentlichen Bereich erklärt: Du kannst viele Menschen erreichen und diese langfristig über Deine Produkte und Dein Business auf dem Laufenden halten, und das mit minimalem Aufwand.
Ein Apotheker ist jedoch nicht zwingend ein Marketingstratege und darum wollen wir heute mal ein wenig Licht ins Dickicht der Social-Media-Kanäle bringen und Dir zeigen, wie Du mit der richtigen Strategie ganz einfach von zu Hause aus Social Media nutzen kannst, um den Bekanntheitsgrad Deiner Apotheke zu vergrößern.

Welcher Kanal ist der beste für Dich?

Zur Planung jeder Strategie gehört zunächst einmal eine klare Positionierung. Was möchtest Du vermarkten und wie möchtest Du es vermarkten?
Hier kommen mehrere Faktoren ins Spiel, die später ausschlaggebend dafür sind, ob Du mit Facebook, Youtube, Twitter oder Instagram arbeitest – oder mit einer Kombination.
Zunächst einmal solltest Du Dich fragen, was Deine persönlichen Stärken sind. Interessierst Du Dich mehr für Worte oder Bilder? Bewegte Bilder oder Fotos? Lange oder kurze Texte? Oder ein bisschen was von allem?
Danach kommt die Frage, was genau Du hauptsächlich bewerben möchtest. Medikation an sich (also Dein Fachwissen als Apotheker)? Bestimmte Neuheiten und Produkte, die auf eine Zielgruppe abgestimmt sind? Deine Apotheke als Unternehmen?
Dies kann Dir schon einmal eine Richtung zeigen. Hier kommt eine erste mögliche Aufteilung zur Orientierung.

Youtube

Eignet sich hervorragend für einen Videoblog, der Dir die Möglichkeit bietet, Dein Fachwissen persönlich einzusprechen. Du kannst Dir Zeit lassen, Sachverhalte genau zu erklären oder auch Anwendungen zu zeigen. Dies bietet sich natürlich besonders für Produkte an, die nicht selbsterklärend sind. Du kannst zum Beispiel demonstrieren, wie der neue Verband am effizientesten angelegt wird oder wie man ein Kirschkernkissen nutzen kann. Du kannst Deine Produkte auch humorvoll testen lassen oder Aktionen in Deiner Apotheke filmen.

Instagram

Ist vor allem eine Bilder-Plattform und bietet sich daher besonders für einmalige Aktionen oder Neuheiten an. Die Informationen sind hier weniger ausführlich, dafür kannst Du mit Hashtags leicht Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema lenken und dieses mit dem Foto zu Deinem beworbenen Produkt verlinken. Zum Beispiel #Herbstaktion oder #Reisemedizin.
Instagram lässt sich auch dafür nutzen, Deinen Kunden persönlich zu begegnen, indem Du Deine Mitarbeiter mit Bild vorstellst und Neuigkeiten aus der Apotheke postest.

Twitter

Hier geht es darum, Dinge auf den Punkt zu bringen. Und zwar mit kurzen, präzisen Sätzen. Durch die maximale Zeichenvorgabe sind Deine Beiträge auf 280 Zeichen begrenzt. Lange Infos passen hier also weniger rein, dafür knappe Ansagen über Neuheiten und Aktionen, Verweise auf interessante Gesundheitsthemen und Deinen Standpunkt als medizinischer Fachmann.

Facebook

Eignet sich hervorragend für ein bisschen was von allem. Du kannst Fotos oder Videos posten, Events erstellen und kurze Texte schreiben. Außerdem kannst Du spannende Artikel oder Deinen eigenen Blog mit längeren Artikeln verlinken. Wenn Du bereits einen Youtube- oder Instagram-Kanal hast, kannst Du Facebook dafür nutzen, Deine Beiträge noch bekannter zu machen, indem Du deinen Instagram- oder Youtube-Post auch auf Facebook teilst.

Was mache ich mit meinem Account?

Hast Du Dich einmal entschieden und Deinen Account eingerichtet, geht es erst richtig los. Zwei Dinge sind nun wichtig: Aufmerksamkeit erringen und diese auch behalten.
Ersteres erfordert ein wenig Fleiß- und Marketingarbeit. Mache Deine Kunden direkt auf deinen Social-Media-Kanal aufmerksam. Drucke Flyer und verteile sie bei einer Marketing-Aktion. Du kannst beispielsweise auf ein Gewinnspiel hinweisen, das Deine Kunden auf Deiner Instagram-Seite finden können. Fordere Deine Facebook-Freunde auf, auch Deinen Business-Account zu liken. Und erstelle Inhalte. Und hiermit kommen wir zum zweiten Teil: Der Inhalt ist das, was Deine Kunden langfristig hält.

Keiner will zugespamt werden

Hier heißt die goldene Regel: sachkundiger, themenbezogener und regelmäßiger Inhalt, ohne aufdringlich zu werden.
Natürlich sollst Du mit Deinem Account werben und Aufmerksamkeit erzeugen. Postest Du allerdings 20-mal täglich den gleichen Satz, wird der Newsfeed Deiner Follower überquellen und sie werden höchstwahrscheinlich eher genervt sein und den dislike-Button klicken.
Ausgewählte, qualitativ wertige Inhalte müssen her. Regelmäßig, aber in Maßen. Lieber langfristig alle zwei Tage posten als eine Woche lang dreimal täglich und dann drei Wochen gar nicht mehr. Mache Dir Gedanken darüber, was Deine Zielgruppe hören und sehen möchte, was sie wirklich neugierig machen könnte, was Mehrwert für sie bietet, und poste dies. Dann auch gern mit Verweis auf ein neues Produkt.

Selbstläufer

Die wohl größte Hürde ist es, eine stabile Zahl an Likes und Followern zu bekommen. Hierzu gehören etwas Geduld, gute Inhalte und immer mal wieder das Verweisen auf Deinen Kanal. Unaufdringlich, aber stetig. Hast Du erst einmal die ersten treuen Fans, wird das Ganze schnell zum Selbstläufer: Du erstellst den Inhalt und mit etwas Glück teilen Deine Follower ihn und erreichen somit noch mehr potenzielle Kunden. Deine Kunden machen dann also Werbung für Dich – die beste Mundpropaganda, die es in der digitalen Welt geben kann!